Sachsen startet Programm „Alltagsbegleiter“

MdL Uta Windisch

MdL Uta Windisch

Stollberg. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat im Förderprogramm “Lokales Kapital für Soziale Zwecke” (LOS) einen thematischen Förderaufruf bekannt gemacht. Das Ziel des Programmes ist, die Begleitung von Senioren im Alltag unabhängig vom Pflegebedarf zu unterstützen. “Die Lebensqualität im Alter wird dadurch maßgeblich erhöht. Weiterhin stärken wir mit diesem wichtigen Programm das Ehrenamt in der Seniorenarbeit”, so die heimische Wahlkreisabgeordnete des Sächsischen Landtages, Uta Windisch (CDU).

Die Aufgabe des Alltagsbegleiters bietet Männern und Frauen, die keiner traditionellen Erwerbstätigkeit nachgehen, eine individuell sinnvolle und gesellschaftlich nützliche Perspektive. Das Bürgerschaftliches Engagement stärkt die soziale Kompetenz der Alltagsbegleiter und bewahrt so auch diese vor sozialer Ausgrenzung.

In einem zweitägigen Einführungsseminar werden den künftigen Alltagsbegleitern die notwendigen Grundkenntnisse von erster Hilfe und Sturzprävention, bis zur Erschließung sozialer Kommunikationsmöglichkeiten durch den Projektträger vermittelt. Regelmäßige Gruppengespräche bieten den Alltagsbetreuern die Möglichkeit, zum Erfahrungsaustausch und kontinuierliche Anleitung.

Einen Antrag auf Förderung können Kommunen, Vereine, aber auch Kirchgemeinden stellen. Interessierte Projektträger können bis zum 31. August 2010 ihre Projektideen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einreichen.

Der Projektträger koordiniert und vermittelt die Besuche und Unterstützungsleistungen der Alltagsbegleiter bei den Senioren und koordiniert gemeinsame Veranstaltungen (Musiknachmittage, Ausflüge, Sport) mit Senioren und Projektteilnehmern. Ein Projekt sollte in der Regel 8 bis 10 Ehrenamtliche begleiten.

“Ziel dieses Vorhabens ist es, zum Vorteil der Betreuer und Betreuten, eine dauerhafte Unterstützungsbereitschaft bei den Bürgern zu etablieren. Auf Grund der demographischen Entwicklung, ist dieses Programm, vor allem bei uns im ländlichen Raum, eine hervorragende Ergänzung zu den bereits bestehenden Betreuungsangeboten für Senioren”, so Uta Windisch.