Landtagsabgeordnete Uta Windisch hält die Absage der Podiumsdiskussion durch die Mitbewerber von SPD, Linken, Bündnis 90/die Grünen und FDP um das Direktmandat des Stollberger Wahlkreises, zu der am 21.8.2009 der Gewerbeverein Stollberg, die Kirche sowie die Feuerwehr eingeladen hatte, für den falschen Weg.
“Auch mir ist selbstverständlich nicht an einer Aufwertung der NPD gelegen. Dennoch bringt es uns im Wettbewerb um die Wählerstimmen nicht weiter, wenn sich die demokratischen Parteien nicht offensiv und inhaltlich in einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit dem NPD-Mitbewerber und seinem rechtsextremen demokratieverachtenden Gedankengut auseinandersetzen.
Die platten Sprüche der NPD sind wie bereits 2004 an den Laternenmasten allgegenwärtig. Die Frage ist doch: Was hat damals der Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag für unsere Freistaat gebracht? Nichts außer nationalem und internationalem Ansehensverlust, peinlichen bis entsetzlichen Landtagsdebatten und eine Menge von Eklats. Die NPD-Funktionäre fuhren kurz nach dem Einzug in den Landtag die fettesten Autos, die Fraktion zerfiel durch Austritte in kürzester Zeit, jede Menge Skandale und Strafverfahren waren an der Tagesordnung. Der Pro-Kopf-Durchschnitt an Strafverfahren ist bei keiner Bevölkerungsgruppe so groß wie bei NPD´lern, obwohl sie doch so gern die „Saubermänner“ spielen. Das alles und noch vieles mehr sollte offen angesprochen werden, denn dadurch können noch unentschlossene Wähler erkennen, dass allein das Verteilen von „Ohrfeigen“ und „Denkzetteln“, wie die Plakate trommeln, noch lange keine vernünftige Politik, die unser Land voran bringt, ersetzt”, so MdL Uta Windisch.