„Tag des offenen Hofes“ ist Schaufenster der Landwirtschaft

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„Tag des offenen Hofes“ am 6. Juni auf dem Rößlerhof in Burkhardtsdorf. Foto: Büro Windisch

Burkhardtsdorf (Red). Die heimische Landtagsabgeordnete Uta Windisch, die auch den Vorsitz  des Landtagsausschusses für Umwelt und Landwirtschaft hat, besuchte zum „Tag des offenen Hofes“ am 6. Juni den Rößlerhof in Burkhardtsdorf. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Norbert Eichkorn und der Außenstellenleiterin Zwönitz, Uta Frey sowie Vertretern des Regionalbauernverbandes Erzgebirge informierte sich die Abgeordnete über die aktuelle Situation der Landwirte. Die unbefriedigende Ertragslage der Milchbauern wurde von Rolf Seyffert, der auch Vorsitzender des Regionalbauernverbandes ist, in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt. Windisch sagte, der aktuelle Milchpreis sei durch die weltweite Marktlage bestimmt und von der Politik kaum zu beeinflussen. Sie setze sich aber im Rahmen Ihrer fachpolitischen Arbeit dafür ein, mit entsprechenden Maßnahmen des SMUL die Folgen für die sächsischen Landwirte abzufedern. Sie wies darüber hinaus darauf hin, dass die Lage im Erzgebirge noch angespannter sei als in den flacheren Regionen, wo die Landwirte durch einen ertragreicheren Ackerbau zumindest einen kleinen Ausgleich für die Verluste bei der Milchproduktion erwirtschaften könnten. Deshalb sei es gut, wenn Landwirte auf mehrere Standbeine setzen. Die Erzeugung von Biogas, landtouristische Angebote und Hofläden seien neben den Kernfeldern der Landwirtschaft solche Alternativen.

„Der Tag des offenen Hofes ist die beste Marketingmaßnahme für die Direktvermarkter, denn die Verbraucher können sich so ein reales Bild davon machen, wie viel Arbeit in die Erzeugung eines Qualitätslebensmittels eingeht“, sagte die Ausschussvorsitzende. Sie rief die Verbraucher dazu auf, mehr auf Qualität denn auf den billigsten Preis beim Discounter zu achten und so die Erzeuger hochwertiger Lebensmittel direkt zu unterstützen. Dafür erhalten sie ein hochwertiges und gesundes Produkt, dessen Herkunft sie nachverfolgen können. “Wir brauchen die Landwirte und die Vielzahl der Arbeitsplätze im ländlichen Raum, aber die  Landwirte benötigen auch den Rückhalt der Verbraucher, um existieren zu können“, sagte Uta Windisch abschließend.